Flügel, die selbst gebrochen leuchten


Worte sind manchmal Klingen
Die tief ins Herz schneiden
Unsichtbare Narben hinterlassen
Die niemand sieht
Doch manche Worte, die wir senden
Werden Licht in einer fremden Brust
In der Stille vor dem Morgen
Reicht eine sanfte Hand herüber
Und alles wandelt sich

Ich muss nicht recht haben
Oder vollkommen erscheinen
Klänge, die ein Herz bewegen
Sind selten makellos
Und das ist gut so

Worte verletzen und heilen
Sie zerstören oder retten
Darum spinne ich sie weiter
Bis tief in dein fernes Herz
Wenn nur ein Atemzug dich erreicht
Dann habe ich meinen Grund

Jede Sprache reicht
Auch wenn sie fremd klingt
Wenn meine glühenden Gefühle
Dich erreichen, genügt mir das
In einer Welt ohne Karte
Trägt jemand denselben Schmerz
Braucht etwas an seiner Seite
Um den Kopf zu heben und weiterzugehen
Ich will dieses Etwas sein

Es gibt Nächte ohne Ankunft
Doch ich schreibe weiter
Selbst der kleinste Funke
Kann morgen leuchten

Worte sind Flügel und Klingen
Wunden oder sanfte Federn
Ich fülle noch eine Seite
Um Tränen von jemandem zu wischen
Ich atme mitten im Schmerz
Und schenke dir ein wenig Hoffnung

Antworten musst du nicht finden
Fragen tragen dich vorwärts
Stumme Schreie und Reue
Pulsieren dennoch in dir
In ihrer Umarmung
Gebären sich Worte

Vielleicht verletze ich jemanden
Doch ich glaube an Heilung
Darum schreibe ich heute wieder
Denn Worte sind wunderschön
Möge eine sanfte Brise
Still in dein Herz wehen

German jacket artwork for “Flügel, die selbst gebrochen leuchten,” featuring a woman with a pen, German verses, butterflies, and an open notebook.

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