Der Himmel, der nicht blau werden kann

Rauch liegt über den Straßen,
eine Landschaft, die nicht mehr dieselbe ist.
Alle rennen irgendwohin,
doch ich
habe meinen Platz
noch immer nicht gefunden.

Die Erwachsenen reden immer wieder
von etwas, das sie „Gerechtigkeit“ nennen,
doch was dieses Wort wirklich bedeutet,
verstehe ich
noch nicht.

Das Blau des Himmels
wird von zu vielen Dingen verdeckt,
ich kann es nicht mehr sehen.
Tief in meiner Brust
zittert eine leise Stimme
und fragt:
„Warum?“

Wenn es etwas gibt, das man schützen will,
warum werden dann Menschen verletzt?
Mein einziger Wunsch
ist es,
die Menschen, die ich liebe,
lächeln zu sehen.

Ich halte ein kleines Gebet
sanft an meiner Brust,
und unter diesem trüben Himmel
stehe ich still,
blicke nur nach oben.

Eingestürzte Gebäude, Staub in der Luft,
selbst das Weinen
wird verschluckt
von dem dröhnenden Lärm,
an den ich mich längst gewöhnt habe.

Dieses Geräusch in der Ferne
lässt mein Herz schneller schlagen.
Wenn das „Gerechtigkeit“ genannt wird,
ist es dann erlaubt,
die Herzen von Menschen
zu zerbrechen?

In den Lücken
eines geraubten Alltags
wurden Träume zurückgelassen.
Die Hand, die ich nach ihnen ausstreckte,
zitterte
und verschwand im Himmel.

Doch ich glaube noch immer,
dass hinter diesen trüben Wolken
das Blau
atmet
und auf uns wartet.

Damit wir eines Tages
wieder lächeln können,
schicke ich einen kleinen Wunsch
hinauf zum Himmel.
In der Hoffnung,
dass meine Stimme
jemanden erreicht,
blicke ich auch heute
zu diesem Himmel hinauf.

Album cover illustration for Sky That Cannot Turn Blue by One Poem Project – Words Travel, featuring a child looking through a broken window toward a hidden blue sky, symbolizing hope beyond war and loss.

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